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An Weihnachten und Silvester: Schlemmen ohne Reue ist gar nicht so schwer

Lecker, aber geht auf die Hüften

Kein Zweifel, große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen – das ist eine alte Devise! Doch mancher hat die Feierei am nächsten Tag mit Übelkeit, Magen- und Bauchschmerzen, einem »dicken Kopf« und so manch anderen »Nachwehen« zu bereuen. Feiern und feiern ist zweierlei. Nichts gegen ein gutes Essen, Spaß und Freude und feuchtfröhliche Geselligkeit. Doch bei aller Genuss-Sucht sollte die Gesundheit nicht vergessen werden.

Denken Sie deshalb schon vorher daran, was Sie sich und Ihren Gästen zumuten wollen. Ein gutes Essen muss nicht schwer und fett sein, muss nicht Völlegefühl und Unwohlsein verursachen. Mageres Fleisch, Fisch mit leichter Soße, frische Salate oder schmackhafte Vollwertgerichte werden leicht zum kulinarischen Genuss.

Was für das Essen gilt, trifft natürlich auch für die Getränke zu. Trinken Sie auf keinen Fall verschiedene Sorten von Alkohol durcheinander, meiden Sie Schnäpse und Likör. Bleiben Sie bei Bier oder bei einem guten Wein, wenn Sie auf Alkohol nicht ganz verzichten wollen. Wenn es Sie aber trotz aller guten Vorsätze doch erwischt hat, Ihnen übel ist, der Bauch wehtut, sich der Magen dreht, der Schädel brummt, der Kopf so groß wie ein Scheunentor scheint, dann sollten Sie trotzdem auf Tabletten verzichten. Damit würden Sie Ihren Organismus nur noch mehr vergiften. Besser ist es, sich stattdessen an alte Hausrezepte zu erinnern, die schon bei unseren Großeltern beliebt und bewährt waren: 

Wenn Sie zum Beispiel Kopfschmerzen haben, die mit Blähungen und Völlegefühl einhergehen, versuchen Sie doch einfach, eine heißen Heu- oder Kartoffelsack auf die Lebergegend zu legen. Hilfreich ist hier auch eine Tasse Kümmel- oder Fencheltee, den Sie schluckweise trinken sollten.

Nicht selten sind die Kopfschmerzen nach einer feuchtfröhlichen Feier auch von Magenstörungen, saurem Erbrechen, Magen- und Darmschmerzen begleitet. In solchen Fällen rühren diese Beschwerden meist von einer mangelhaften Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse, von Magen- und Darmreizungen durch zu reichliches Essen und Trinken, Gallenstörungen und Leberüberlastung her. Hier hat sich ein Tee aus der Wurzel der Schwertlilie recht gut bewährt. Vielfach bewährt hat sich auch die Brenn-Nessel.

Immer wenn die Kopfschmerzen nach einer üppigen Mahlzeit oder nach einer durchfeierten Nacht auftreten, sind Sie ein so genannter »Brenn-Nessel-Typ«. Die Brenn-Nessel hilft in solchen Fällen den »Säure-Basen-Haushalt« des Organismus wieder zu regulieren, den Sie durch Ihre »Genuss-Sucht« durcheinander gebracht haben. Außerdem trägt sie dazu bei, Stoffwechselgifte vermehrt auszuscheiden. Sorgen Sie also immer für einen kleinen Vorrat von Brenn-Nesseltee, Brenn-Nesselsaft oder Brenn-Nesseltinktur bzw. Brenn-Nesseltropfen.

Nach den Völlereien der Festtage ist natürlich auch ein ein- bis zweitägiges Teefasten durchaus angebracht. Damit bringen Sie Ihren Magen wieder in Ordnung, werden Sie die angesammelten Giftstoffe auf natürliche Weise los und können Ihren Verdauungstrakt allmählich wieder regenerieren. Als Tees für diese Zeit empfehlen sich zum Beispiel Schafgarben-, Kamillen- und Pfefferminztee. Aber auch schwarzer Tee kann zwei- bis dreimal täglich getrunken werden. Anschließend kehren Sie dann mit leichten Schleimsuppen und Gemüsebrühen allmählich wieder zu einer normalen Kost zurück.

Sind Ihre Festtagsfolgen noch von Verstopfungen begleitet, dann versuchen Sie es einmal mit Wegwartetee. Bereiten Sie ihn als Absud und trinken Sie davon mittags und abends je eine Tasse vor dem Essen. Wenn Ihnen das Durcheinander von Speisen und Getränken hingegen einen Durchfall beschert hat, dann probieren Sie es mit Karottensuppe. Dazu werden 500 Gramm Karotten in 1 Liter Wasser gegart, durchpassiert, und das Mus wird löffelweise im Verlauf von 24 Stunden gegessen. Wirkungsvoll ist auch frischgeriebener Apfelbrei. Nehmen Sie ihn löffelweise über den Tag verteilt zu sich. Nach intensivem Alkoholgenuss stellt sich nicht selten auch eine intensive Magenschleimhautreizung ein. Übelkeit sowie Druck- und Völlegefühl machen Ihnen das Leben schwer. Hier hilft die viel gerühmte »Rollkur«. Trinken Sie dazu morgens nüchtern eine Tasse Kamillenblütenaufguss und legen Sie sich ins Bett. Bleiben Sie dort je 5 Minuten auf dem Rücken, auf der linken Seite, auf der rechten Seite und auf dem Bauch liegen. So kann der Kamillentee gleichmäßig auf die ganze Magenschleimhaut einwirken und seine heilenden Kräfte entfalten.

Wenn Sie das Pech haben, während oder nach der Feierei von einer Gallenkolik überrascht zu werden, ist schnelle Hilfe geboten. Legen Sie sich in solchen Fällen flach hin und lassen Sie sich gut zudecken. Trinken Sie dann möglichst viel heißes Wasser und lassen Sie sich – wenn es geht – einen Darmeinlauf machen.

Doch denken Sie daran: Besser als jede Therapie ist eine vernünftige Vorbeugung. Eine Feier ohne übermäßige Völlerei und Trinklust ist nicht nur gesünder, sondern für alle Beteiligten wesentlich angenehmer und gewinnbringender.

Bitte beachten Sie den nachstehenden Aufklärungshinweis!
Aus rechtlichen Gründen müssen wir an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Therapieverfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin handelt, die nicht unbedingt zu den allgemein anerkannten Methoden im Sinne einer Anerkennung durch die Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen der vorgestellten Therapieverfahren beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der jeweiligen Therapierichtung selbst, die von der herrschenden Schulmedizin nicht unbedingt geteilt werden. Selbstverständlich ist auch, dass niemals – weder von der Schulmedizin noch von der Naturheilkunde – der Erfolg einer Behandlung garantiert werden kann!

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